ETFs
Was sind ETFs?
ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Börsengehandelt bedeutet, dass der ETF an der Börse ge- und verkauft werden darf.
Ein Index (z.B. S&P 500, MSCI World) bildet die Gesamtperformance (also z.B. die Kurssteigerungen gewichtet nach Marktkapitalisierung) verschiedener Unternehmen oder grundlegende wirtschaftliche Entwicklungen einzelner Länder ab.
Ein Fonds ist eine Sammelstelle, die Geld von vielen Leuten sammelt und dieses dann im Namen der Anleger am Finanzmarkt investiert. Dies erfolgt entweder über einen Fondsmanager oder eine Kapitalgesellschaft (z.B. BlackRock oder Vanguard).
Somit investieren ETFs das Geld der Anleger in Aktien des zurgundeligenden Indexes.
Vorteile von ETFs
a) ETFs investieren passiv
Es muss sich kein Fondsmanager aktiv um das Investieren kümmern. Deshalb sind die Kosten viel geringer als bei einen aktiv gemanagten Fond.
b) ETFs sind breit aufgestellt
ETFS investieren nicht nur in eine Aktie, sondern in einen ganzen Korb Aktien aus verschiedenen Branchen/Sektoren sowie Ländern.
Durch diese Aufstellung sind in der Regel Totalverluste sehr unwahrscheinlich. Ist ein Posten im Index zu
schwach, so fliegt dieser einfach raus und wird entsprechend durch einen neuen ersetzt.
c) ETFs sind sparplanfähig
Es können Anteile des jeweiligen ETFs monatlich automatisiert und ohne Gebühren über einen Broker
gekauft werden.
d) Weniger Recherchearbeit bei Auswahl der Unternehmen
Im jeweiligen Index sind bereits ausgewählte Unternehmen vertreten, von denen man eine entsprechende Rendite erwartet.
e) Totalverlust ist fast ausgeschlossen
Siehe Punkt b).
Nachteile von ETFs
a) Auswahl der ETFs ist nicht einfach
Es gibt verschiedene Indizies, von verschiedenen Anbietern, die Dividende zahlen oder das Geld reinvestieren
(thesaurieren), die außerdem eine andere Gewichtung von Branchen sowie Ländern haben. Passende ETFs sollten daher sorgfältig
ausgewählt werden.
b) Steuerliche Gegebenheiten ändern sich
Niemand kann in die Zukunft blicken und bestimmen wie ETFs besteuert werden. Ebenso ist unklar, ob manche ETFs weiterhin
kostenlos per Sparplan gekauft werden können.
c) Keine Steuerung in welche Unternehmen man investiert
Es kann sein, dass in manchen ETFs Firmen vetreten sind, in
die man eigentlich nicht investieren will (z.B. Firmen, die nicht nachhaltig wirtschaften oder Geld in unethischen Arbeit
investieren).
d) Verwaltungsgebühren
ETFs sind nicht kostenlos. Es fällt Geld für die Verwaltung, für Depotgebühren, für Lizenzgebühren des Indexes sowie Vertriebsgebühren an. So besitze ich ETFs, die zwischen 0.07 - 0.46 % Gebühren pro Jahr verlangen.
e) Keine Teilnahme an Aktionärsversammlungen
Als ETFs Besitzer hat man kein Recht, an Aktionärsversammlungen teilzunehmen.
Fazit
ETFs ermöglichen es, mit relativ geringen Aufwand jeden Monat einen fixen Geldbetrag in den Finanzmarkt zu investieren. Durch die breite Streuung ist das Einzelaktienrisiko sowie der Totalverlust so gut wie nicht gegeben.
Mit bereits kleinen Beträgen (ab 25 €) kann man seine ersten Erfahrungen am Aktienmarkt sammeln.
Welchen ETF(s) habt ihr als erstes gekauft?
Referenzen
- Aktien vs. Etfs - was passt besser zu mir von exstudentin
- Einfach und günstig in Aktien anlegen: mit Indexfonds
- So funktioniert das globale Kursbarometer
- 7 Tipps zur Auswahl von ETFs
- Indexfonds ETFs